Studium

Aus Kunstpaedagogik-Wiki

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Der Entschluss, ein kunstpädagogisches Studium aufzunehmen bringt einige Hürden mit sich. Dazu zählen sowohl die Bewerbung, in Form einer künstlerischen Aufnahmeprüfung, als auch verschiedene Aufnahmebedingungen je nach Hochschulstandort. Dabei gilt es für eine erfolgreiche Aufnahme einige Richtlinien zu beachten.


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Künstlerische Eignungsprüfung

Anfertigen einer Skizze


Wer Kunstpädagogik studieren möchte, wird mit einer künstlerischen Eignungsprüfung konfrontiert; diese dient dazu die künstlerische Begabung nachzuweisen. Die Bewerbungen zum künstlerischen Studium variieren je nach Universität, Fachhochschule oder Kunsthochschule. Dies zeigt sich auch bei der Abgabe der Mappe. So verlangen einige Hochschulen die Arbeiten bereits vor der Eignungsprüfung, während andere die Mappen erst zur Eignungsprüfung selbst einsehen wollen. In der Regel setzten sich die Eignungsprüfungen aus drei Teilen zusammen.



  • Mappe mit künstlerischen Arbeiten
  • Eignungsprüfung (zeitlich begrenzte kunstpraktische Gestaltungsaufgabe)
  • Gespräch mit der Prüfungskommission


In einigen Fällen entscheidet die Prüfungskommission der jeweiligen Hochschule über die Anerkennung einer bereits bestandenen Eignungsprüfung einer anderen Hochschule. Tritt ein Studienbewerber nicht sofort nach der bestandenen Prüfung das Studium an, variiert die Gültigkeit der künstlerischen Eignung je nach Hochschule. Diese beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre.

Eine nicht bestandene Prüfung darf mindestens einmal wiederholt werden. In Ausnahmefällen, wie zum Beispiel Erkrankung, wird ein Ersatztermin angeboten.

An einigen Universitäten besteht die Möglichkeit die Eignungsprüfung unter Vorbehalt zu bestehen. Nach ca. zwei Semestern entscheidet die Prüfungskommission durch erneute Durchsicht der künstlerischen Arbeiten über die endgültige Aufnahme am Studium.[1]


[Bearbeiten] Mappe

Bewerbungsmappe

Es gilt: Die Eignungsprüfungen und Mappen weichen je nach Hochschule voneinander ab; hier genannte Angaben sind nicht bindend und nicht auf jede Hochschule zutreffend.

Bei der Mappe handelt es sich um ein Portfolio aus selbstgefertigten künstlerischen Arbeiten. Der Inhalt der Mappe ist stark von der jeweiligen Hochschule abhängig. Jede Hochschule bietet dazu ein Informationsblatt, welche Arbeiten die Mappe beinhalten soll. Es gilt sich daher dringend über die Internetpräsenz (siehe Kunstpädagogische Hochschulstandorte) der Wunschhochschule zu informieren. Trotzdem sollte in jedem Fall Folgendes beachtet werden:

  • Die Anzahl der Arbeiten sollte zwischen 20-30 Arbeiten betragen, die in den letzten zwei bis drei Jahren entstanden sind.
  • Die Mappe sollte vorzugsweise unabhängige (keine oder nur wenige in der Schule entstandenen) Arbeiten enthalten.
  • Dabei sollte darauf geachtet werden, ein gedankenloses Abzeichnen zu vermeiden. Vielmehr sollten eigene künstlerische und gestalterische Ideen umgesetzt werden.
  • Skizzenbücher (experimentelle Studien) sind dabei von großem Vorteil und in der Mappe gern gesehen.
  • Typische Klischees oder kitschige Themen wie beispielsweise Sonnenuntergänge, Pferde oder rote Rosen sollten möglichst vermieden werden.
  • Ratsam ist es der Mappe durch zusammenhängende Arbeiten und ein eventuelles Überthema einen roten Faden zu verleihen.
  • Ebenfalls ist es zu empfehlen nicht alle Techniken auszuprobieren, sondern sich auf das zu konzentrieren, was man kann.
  • Besonders ein Gespräch mit Studierenden oder Professoren der jeweiligen prüfenden Hochschule hat sich als hilfreich bewährt, um zu ermitteln, was an der Hochschule gefordert wird.
  • Dreidimensionale Arbeiten sollten als Foto in die Mappe gelegt werden.
  • Einige Hochschulen fordern eine schriftliche Erklärung, dass die Arbeiten selbständig und eigenhändig angefertigt wurden.
  • Über besondere Formate oder Äußerlichkeiten der Mappe sollte man sich unbedingt vorab informieren.
  • Auf dem freien Bildungsmarkt werden Mappenvorbereitungskurse angeboten, die hilfreich sein können, aber eine Aufnahme an eine Hochschule nicht garantieren können. Dabei sollte auf eine individuelle Unterstützung bei der Umsetzung von Ideen geachtet werden. Ein Mappenkurs der eine erfolgreiche Aufnahme an einer Hochschule gewährleistet, ist nicht vertrauenswürdig und sollte daher gemieden werden.
  • Die Ablehnung einer Mappe bedeutet nicht, dass sie zwangsläufig ungeeignet ist, sondern vielleicht nicht dem jeweiligen Konzept der Hochschule entspricht. Es spricht nichts dagegen, die Mappe zu überarbeiten und sich erneut zu bewerben. Daher ist es ratsam ein Gespräch mit den Lehrenden zu führen, oder sich gegebenenfalls mit der Mappe an einer anderen Hochschule vorzustellen.[2]


[Bearbeiten] Kunstpädagogikforum

Das Kunstpädagogikforum bietet Platz für Diskussionen, Tipps und Tricks von Studierenden für Studieninteressierte rund um das Kunstpädagogikstudium.

Kunstpädagogikforum

[Bearbeiten] Das Studienfach heute

Allgemeine Rahmenbedingungen

Strukturierungen

[Bearbeiten] Kunstpädagogische Hochschulstandorte in Deutschland

Die folgenden Seiten beinhalten einen Überblick aller Hochschulstandorte in Deutschland, die das Studienfach Kunstpädagogik im Rahmen eines Bachelor- oder Lehramtsstudium anbieten. Des Weiteren sind neben den Kontaktdaten der Hochschulen, eine Auflistung der Lehrenden für den Bereich der Kunst aufgeführt.


Karte der kunstpädagogischen Hochschulstandorte

Kunstpädagogische Hochschulstandorte


[Bearbeiten] Sortierung der Studiengänge nach Abschlussarten

Bachelor of Arts

Lehramt bzw. Bachelor of Education

[Bearbeiten] Einführende Literatur

  • Uli Böckmann u. Volker Pecher [Hrsg.]:Mythos Mappe- Designstudenten zeigen ihre Bewerbungsmappen. Klartext Verlag, April 2002, ISBN 3-89861-013-6
  • Michael Jung: Studienführer Kunst und Design. Lexika Verlag, München 1996, ISBN 3-89293-167-4

[Bearbeiten] Weiterführende Literatur

  • Johannes Kirschenmann et. al. [Hrsg.]: Kunstpädagogik im Projekt der allgemeinen Bildung. 2. Auflage, Kopaed, München 2008, ISBN 978-3-938028-67-4
  • Kunibert Bering et.al. [Hrsg.]: Orientierung: Kunstpädagogik. Athena, Oberhausen 2010, ISBN 978-3-89896-415-9
  • Günther Regel:Das Künstlerische vermitteln ... - Aufsätze, Vorträge, Statements und Gespräche zur Kunst, Kunstlehre und Kunstpädagogik.Kopaed, München 2008, ISBN 978-3-86736-118-7
  • Nicole Ganzert et.al. [Hrsg.]: Die Notwendigkeit kunstpädagogischer Arbeit - Zukunft und Perspektiven des Faches. VAS, Frankfurt (Main) 1996, ISBN 3-88864-218-3
  • Jennifer Gisbertz: Grundwissen Kunstdidaktik. Auer, Donauwörth 2004, ISBN 3403040976
  • Klaus Eid, Michael Langer, Hakon Ruprecht: Grundlagen des Kunstunterrichts: Eine Einführung in die kunstdidaktische Theorie und Praxis. UTB, Stuttgart 2002, ISBN 3825210510

[Bearbeiten] Weblinks

Mappe

Allgemeines

[Bearbeiten] Quellen

  1. Michael Jung: Studienführer Kunst und Design. Lexika Verlag, München, ISBN 3-89293-167-4, S. 27 ff.
  2. Michael Jung: Studienführer Kunst und Design. Lexika Verlag, München, ISBN 3-89293-167-4, S. 28