Berufsfelder
Aus Kunstpaedagogik-Wiki
Die Berufsfelder beschreiben die Themen- und Aufgabenbereiche, in denen Kunstpädagogen beruflich tätig werden können. Anders als bei klassischen Ausbildungsberufen mündet das Studium der Kunstpädagogik nicht in ein einheitliches Berufsbild. Je nach Spezialisierung stehen dem Kunstpädagogen Tätigkeiten aus einem breiten beruflichen Spektrum offen. Dieses reicht von der künstlerischen Erziehung in pädagogischen oder therapeutischen Einrichtungen über wissenschaftliche Forschung bis hin zur organisatorischen oder repräsentativen Tätigkeit im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.
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[Bearbeiten] Allgemein
Die Kunstpädagogik stellt dem Namen nach eine Zusammensetzung aus Kunst und Pädagogik dar, was im weitesten Sinne auch das Berufsbild beschreibt. Allerdings ist diese Beschreibung unscharf, da es den Beruf des Kunstpädagogen nicht klar differenziert gibt. Anders - wie beispielsweise bei der Lehrerbildung - findet keine spezifische Ausbildung für ein konkretes Berufsbild statt. Wie für Geisteswissenschaften typisch, kann während des Studiums zwischen unterschiedlichen Fächern und Fachrichtungen gewählt werden, was zu einer individuellen Spezialisierung führt. Je nach persönlicher Neigung und Qualifikation können somit unterschiedliche Tätigkeiten in diversen Institutionen angestrebt werden. Bei direktem beruflichen Einstieg ergeben sich einige Möglichkeiten in den verschiedensten Berufsfeldern, die einen Bezug zur Kunst oder zu künstlerischen Tätigkeiten haben. Die Aufgaben sind dabei ebenso vielfältig, wie das Fach Kunst selbst.
Berufliche Perspektiven:
- Museen
- Kunst- und Jugendkunstschulen
- Erwachsenenbildungsstätten
- Presse
- Verlagswesen
- Film und Fernsehen
- Medienagenturen
- Kunsttherapeutische Einrichtungen
- Kommunale Öffentlichkeitsarbeit
- Volkshochschulen
- Kulturämter
- Galerien und Kunststiftungen
Neben dem direkten Einstieg in einen Beruf nach dem Studium, besteht weiter die Möglichkeit, eines Anschlussstudiums, um den akademischen Grad des Masters of Art/Science zu erlangen, wobei dabei eine Fokussierung auf die wissenschaftliche Arbeit statt findet. Selbstverständlich ist es Kunstpädagogen auch offen, im wissenschaftlichen Umfeld ihre Arbeit zu verrichten, wo sie forschend an Universitäten oder Instituten tätig werden.
Bereits während des Studiums können Praktika bei unterschiedlichen Praktikumsanbietern absolviert werden. Dies dient den Studierenden dazu, ihr theoretisch erworbenes Wissen zu vertiefen, und bietet eine erste Gelegenheit, sich mit einem späteren Tätigkeitsfeld intensiv zu beschäftigen.
[Bearbeiten] Pädagogische Einrichtungen
In pädagogischen Einrichtungen werden von Kunstpädagogen künstlerisches Wissen und kunsthandwerkliche Techniken vermittelt oder Kunst als pädagogisches Medium für den Transport sozialer oder kultureller Lernziele genutzt. Im Fokus steht dabei die Aus- und Weiterbildung unterschiedlicher Zielgruppen. Bedingt durch die Vielfalt jener Zielgruppen, bieten sich diverse Einrichtungen und Institutionen als potentielle Arbeitsstätten an.
[Bearbeiten] Allgemein bildende Schulen
Nach dem Vollenden eines Lehramtsstudienganges mit dem Abschluss des Ersten und Zweiten Staatsexamens ist man dazu berechtigt, an diversen Schulen, jeweils nach der angestrebten Schulart, (also an z.B. Haupt-/ Real- /Berufsschulen oder Gymnasien) zu unterrichten. Als Quereinstieg kann auch ein zweijähriges Aufbaustudium mit dem Abschluss "Master of Education" dienen. Als Kunstlehrer vermittelt man Grundlagen der Kunstgeschichte und arbeitet zudem praktisch mit den Schülern. Die Themengebiete sind hierbei weit gestreut, allerdings an Lehrpläne gebunden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Projekte mit außerschulischen Institutionen zu organisieren, bei denen Schüler dann beispielsweise an Ausstellungen mitwirken oder deren eigene Werke ausgestellt werden. Der Unterricht kann allerdings auch in Form einer Klassenfahrt gestaltet werden, bei der beispielsweise ein Museum besucht wird.
[Bearbeiten] Kunstschulen
In dieser Art von Einrichtung wird den Schülerinnen und Schülern, je nach individuellen Interessen, ein breit gefächertes Angebot an künstlerischem Know-How geboten. Dabei deckt der unterrichtende Kunstpädagoge ebenfalls ein weites Spektrum an Alters- und Kenntnisstand seiner Schüler ab. Es reicht von der künstlerischen Früherziehung bis zum Zeichenkurs für Rentner. Kern-Aspekt ist hier das Vermitteln von Wissen, Technik und handwerklichen Fertigkeiten. Die Schüler sollen zu guten Künstlern - ihrem jeweiligen Niveau entsprechend - ausgebildet werden. Sozio- oder psychologische Aspekte treten in diesem Umfeld eher in den Hintergrund, dafür ist ein tief greifendes Wissen und die Fähigkeit der Demonstration in speziellen Disziplinen der Kunst von entscheidender Bedeutung. Es werden sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene individuell betreut. Zum Angebot gehören Mappenvorbereitung, Kurse zu Kunsthistorie und das Unterrichten von Techniken in Werkstätten.[1]
[Bearbeiten] Volkshochschulen
Kunstpädagogen erteilen unter anderem an Volkshochschulen Unterricht, der - im Gegensatz zu den Pflichtschulen - freiwillig besucht wird. Die Angebote hierbei sind breit gefächert, so dass sowohl traditionelle, wie auch moderne Methoden und Praktiken zur Anwendung kommen. Somit vereinen sich Malerei,Plastik/Skulptur,Textil, Linol- und Siebdruck, aber auch Fotografie, Grafik und digitale Medien stehen im Blickpunkt. In diesem Bereich der Lehre unterrichten häufig auch Personen ohne Hochschulabschluss, die auf Grund ihrer künstlerischen Begabung über Kompetenzen verfügen, die sie dazu befähigen, ihr Wissen und Können, geschult durch fortbildende Maßnahmen, in diversen Spektren weiter zu vermitteln. Unter den Angeboten finden neben den klassischen Themen und Methoden, wie Landschaft, Porträt, Akt, die mit (Bunt-)Stiften, Acryl-,Aquarell- oder Ölfarbe gestaltet werden, auch Kurse in Töpfern, Bildhauerei oder Kettensägearbeiten. Es gibt also viele Angebote zu den unterschiedlichsten Themen und Materialien.
[Bearbeiten] Jugendzentren
In Jugendzentren werden Jugendliche in ihrer Freizeit betreut. Es werden Kurse und Projekte angeboten, die freiwillig belegt werden können. Kunstpädagogen finden sich hier als Kurs-, Projekt-, oder Laborleiter wieder. Auf dem Programm stehen - neben dem klassischen Kunstunterricht, wie Malen, Zeichnen und Skizzieren - auch die Arbeit in Medienlaboratorien. Hier finden Kurse statt, in denen beispielsweise Fotos aufgenommen und anschließend digital nach bearbeitet, oder Webseiten designed und Filme geschnitten werden. Das mögliche Angebot richtet sich nach der Ausstattung der jeweiligen Einrichtung. So können auch Kurse in Werkstätten angeboten werden, bei denen es um kunsthandwerkliches Geschick - -beispielsweise bei der plastischen Gestaltung - geht. Charakteristisch bei der Arbeit an Jugendzentren ist das Arbeiten mit Heranwachsenden. Kunst dient hier als ein Medium bei der Erziehung. Die Jugendlichen sollen nicht nur ein spezielles Fachwissen erwerben, sondern darüber hinaus etwas für ihr Leben lernen. Viele Kurse finden in Gruppen statt und es sollen dabei auch soziale Kompetenzen gefördert werden.[2]
[Bearbeiten] Spiel- und Erlebnispädagogik
Die Aufgabe der Kunstvermittler besteht hierbei darin, kunstvolle Konzepte zu entwickeln und jene künstlerisch-kreativ in Spiel und Spaß um zusetzen. Das können Wanderungen über Feld und Wiesen sein, Kräuter- oder Baum- und Pflanzenkunde, aber auch abenteuerliche Sachen, wie Rafting oder ein Besuch im Hochseilgarten. Die Erlebnispädagogik versucht vor allem durch das gemeinschaftliche Erleben in der Gruppe, soziale Kompetenzen zu vermitteln. In ihr vereinen sich mehrere pädagogische Teilbereiche. Die Kunstpädagogen übernehmen hierbei die ästhetische Bildung. Im Vordergrund steht hier weniger das Vermitteln von künstlerischem Detailwissen, sondern viel mehr das Erlebnis "Kunst".
[Bearbeiten] Kunsttherapeutische Einrichtungen
Die Kunsttherapie ist ein anerkanntes Verfahren, Menschen die Möglichkeit zu geben, sich kreativ und non-verbal auszudrücken und damit verschiedene Heilungsprozesse anzuregen. Kunsttherapeuten arbeiten in pädagogischen, in ambulant-therapeutischen oder stationären Einrichtungen und Krankenhäusern. Kunsttherapeuten helfen ihren Klienten dabei, mit sich selbst in einen Dialog zu treten, der es ihnen ermöglicht, sich selbst zu reflektieren. Primär arbeiten die Therapeuten mit Zeichnung, Malerei und Plastik, dennoch können auch andere Künste, wie Tanz, Musik oder Theater einfließen.[3]
Angewandt wird diese Art der Therapie häufig bei aufmerksam-keitsschwachen oder verhaltens-auffälligen Kindern und Jugendlichen, bei psychotisch-erkrankten Erwachsenen oder in der interkulturellen Arbeit, in Klinik, Ambulanz, offenem Atelier oder Pädagogik.
[Bearbeiten] Forschung
Vor allem Kunstpädagogen, die den Masterabschluss erreicht haben, begeben sich oftmals in die Forschungsarbeit. Dort bearbeiten sie unterschiedliche kunstpädagogische Themen unter methodischen Gesichtspunkten in Theorie und Praxis. Häufig findet die Forschungsarbeit in interdisziplinär zusammengestellten Teams statt und es erfolgt ein Austausch zwischen Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachbereiche und Institutionen.
Die Themenschwerpunkte sind hierbei breit gefächert :[4]
Zwei Beispiele hierfür:
In der Kunsttherapie derzeit:
- Konzepte und Methoden der Gruppenkunsttherapie
- Spezifische Interaktions- und Beziehungsgestaltung der Kunsttherapie
- Integrations-Modelle klinischer Kunsttherapie (insb. Psychosomatik)
- Transdisziplinäre Grundlagenforschung: Ästhetik und Kommunikation in der Kunsttherapie (u. a. unter Einschluss von Kunst- und Bildwissenschaft, Kultursoziologie, Sozialpsychologie und Philosophie)
- Entwicklung und Evaluierung künstlerisch-kunsttherapeutischer Projektarbeit (Prävention, Therapie, Rehabilitation und in weiteren soziokulturellen Bereichen)
Kunstpädagogik:
- Ästhetische Forschung[5]
[Bearbeiten] Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit stellt die Schnittstelle dar, über die sich Unternehmen, Institutionen und Behörden in der Gesellschaft präsentieren. Je nach Organisation kommen dem Kunstpädagogen unterschiedliche Aufgaben zu. Die Schwerpunkte gewichten sich somit abweichend.
[Bearbeiten] Museen, Galerien und Kunststiftungen
Kunstpädagogen finden sich immer häufiger - zusammen mit Museumspädagogen und Kunstwissenschaftlern - in musealen Einrichtungen wieder.
Zu ihrem Aufgabenbereichen gehören - neben der didaktischen Vermittlung des Kulturgutes - auch die Darstellung der Sammlung. Die Betreuung der Besucher innerhalb, aber auch die Öffentlichkeitsarbeit, gehören zu den wichtigsten Bereichen der Kunstpädagogen. Ihre Aufgabe besteht vor allem darin, Besucher über die derzeitige Sammlung der Kunstobjekte, deren Hängung und deren Vermittlung zu informieren. Außerdem bieten Kunstpädagogen in Museen zahlreiche Angebote an: Dazu zählt die Betreuung von Besuchern vor Ort, sowie die mediale Präsentation der Einrichtung nach Außen. Zu Ausstellungen können beispielsweise begleitende Angebote erstellt werden, die deren Inhalte vertiefen oder einem breiteren Publikum zugänglich machen. Zu diesem Zweck werden Führungen und Workshops angeboten und gegebenenfalls durch multimediale Elemente ergänzt, was dem Besucher die Möglichkeit gibt, sich einer Thematik auf interaktive Weise zu nähern. [6]
Galerien und Kunststiftungen brauchen Publikum und müssen dieses auch betreuen. Es gibt so gut wie keine Institution, die auf Öffentlichkeitsarbeit verzichten kann. Kunstpädagogen können an dieser Stelle gute Dienste leisten, da sie in der Lage sind, neues Publikum zu adressieren. In Galerien unterstützen sie zudem die Arbeit der Aussteller und Kuratoren. (Mediale Aufarbeitung und Präsentation)
[Bearbeiten] Presse/Verlagswesen/Kunstjournalismus
Über diverse Medien wird versucht, ein breites Publikum für Kunst zu interessieren. Kunstpädagogen bereiten die entsprechenden Themen didaktisch auf und erstellen Lehr- und Lernmittel oder konzipieren Begleitmaterial für Ausstellungen und Kunstsammlungen. Gerade wenn es darum geht, neues Publikum zu gewinnen, sind die Fähigkeiten von Kunstpädagogen besonders gefragt. Aufgrund ihrer Ausbildung verstehen sie es, komplexe oder abstrakte Thematiken der Kunst auch für Laien verständlich aufzuarbeiten. Weiter liegt ihr Betätigungsfeld in der Recherche für Kunstzeitschriften und Magazine.
[Bearbeiten] Kunsthandel
Sowohl der Kunstverkauf, als auch die Vermittlung verschiedenster Kunstgüter, fallen in den Arbeitsbereich des/der KunsthändlerIn. Auf Versteigerungen oder in Galerien bringen sie Kunstwerke an den Kunden. Gerade um neue Kundenstämme zu gewinnen, kann ein pädagogischer Ansatz in Werbemitteln von Vorteil sein. Um Interesse für Kunstobjekte zu wecken, muss auf geeignete Weise Wissen über jene vermittelt werden. Der Kunsthandel kooperiert mit Museen, Galerien und Ausstellungen, um Kunstwerke einem breiten Publikum zu präsentieren. Der Kunstpädagoge plant solche Aktionen und pflegt die Kontakte zu den jeweiligen Einrichtungen.
[Bearbeiten] Studienreisen
Die Organisation und Betreuung von Studienreisen bieten ein weiteres Berufsfeld für Kunstpädagogen. Von unterschiedlichen Trägerorganisationen werden Studienreisen angeboten, hierzu zählen Reiseveranstalter, Kunstschulen[1], Vereine und Volkshochschulen[7]. Die Arbeit des Kunstpädagogen besteht darin, solche Reisen zu organisieren und die Teilnehmer auf der Reise zu begleiten. Dabei fungiert der Kunstpädagoge nicht einfach als Reiseleiter, der die jeweiligen Sehenswürdigkeiten erklärt. Bei dieser Art von Reisen werden Ziele aufgesucht, die dann beispielsweise als Motiv für Zeichnungen, Skizzen, Gemälde oder Fotografien dienen. Es erfolgt eine individuelle Betreuung der Klienten, die darauf abzielt, deren Fähigkeiten abseits des Alltags zu schulen. So leistet der Kunstpädagoge Hilfestellung bei der Wahl des Motivs und agiert als Lehrer bei der künstlerischen Umsetzung.[8]
[Bearbeiten] Kulturmanagement
Beim Kulturmanagement wird von Kunstpädagogen eine leitende Funktion innerhalb von Einrichtungen übernommen, deren Aufgabe darin besteht, das regionale oder überregionale Kulturangebot zu koordinieren und zu vermarkten. Hierzu zählen Kulturämter, Tourismusverbände und Kulturvereine[9]. In diesem Bereich gilt es, mit den einzelnen lokalen Kulturinstitutionen, wie Museen, Theatern, Kunstbühnen, Galerien und Ausstellungen zusammen zu arbeiten, um größere Projekte zu realisieren. Solch ein Projekt kann beispielsweise eine Museeumsnacht[10] sein, bei der die Museen einer Stadt nachts geöffnet haben und ihre Gäste mit einem stadtweiten Rahmenprogramm unterhalten werden; aber auch die Repräsentation einer Stadt oder Region zählen mit zu den Aufgaben. Es gilt durch den gezielten Einsatz unterschiedlicher Medien ein möglichst breites Publikum über das lokale Kulturangebot zu informieren. Veranstaltungen müssen nicht nur organisiert, sondern auch durch Plakate, Anzeigen, Radio- und Fernsehberichte und über Internetpräsenz, angekündigt werden. Es gilt unterschiedliche Alters- und Interessengruppen zu adressieren und diese für die jeweiligen Kulturprogramme zu interessieren.
[Bearbeiten] Film und Fernsehen
Film und Fernsehen sind Medien und stellen gleichzeitig selbst auch Kunst dar. Das Aufgabengebiet kann hier sehr unterschiedlich sein. Die Tätigkeit kann in der Beratung stehen. Beim Film werden am Set Bühnenbilder aufgebaut, Szenen gezeichnet, die vielleicht selbst in einem Theater, Museum oder auf einer Kleinkunstbühne spielen. Diese Szenen sollen dem Zuschauer so realistisch wie möglich erscheinen; beziehungsweise müssen künstlerische Inhalte glaubwürdig vermittelt werden. Hier steht es dem Kunstpädagogen an, Autoren, Regisseure und Produzenten diesbezüglich zu beraten.
Speziell im Fernsehen wird die Kunst selbst zum Thema. In Sendungen[11] werden dem Zuschauer Kunstobjekte präsentiert und vor laufender Kamera geschätzt und bewertet. Genauso kann es aber auch die direkte Aufgabe sein, Menschen, die zuhause autonom Malen lernen wollen, zu adressieren. Hierzu müssen Sendungen produziert werden, die dem Zuschauer als Lerneinheit dienen.[12] Nicht zu vergessen sind Reportagen über Kunst und Kultur, sowie Magazine, die diese Themen thematisieren. Kunstpädagogen können bei der Organisation und Produktion jener Fernsehinhalte mitwirken. Im weitesten Sinne wird Kunst der Allgemeinheit präsentiert oder zugänglich gemacht.
[Bearbeiten] Sonstiges
[Bearbeiten] Seniorenarbeit
In diversen Einrichtungen der Seniorenbetreuung können Kunstpädagogen ihr Arbeitsfeld finden. Seniorenheime bieten ihren Klienten Programme zur Beschäftigung; Mal- und Zeichenkurse können Bestandteil davon sein. Ziel ist es, den Senioren zu helfen, mittels künstlerischer Darstellungsweisen, ihre jetzige Situation zu reflektieren und ihre Vergangenheit zu verarbeiten bzw. aufzuarbeiten. Dies nennt man auch Revisionsarbeit. Gerade für Demenzpatienten kann eine kunstpädagogische Betreuung besonders wichtig sein.[13]
Aber auch viele Seniorenvereine bieten Kurse und Veranstaltungen für ihre Mitglieder an. Dabei handelt sich um Menschen, die ihren Lebensabend genießen wollen und bereit sind, neues zu lernen oder auszuprobieren. Kunstpädagogen bieten hier ein ähnliches Programm an, wie sie es in einer Kunstschule tun würden, allerdings sind die Kurse speziell für ältere Menschen zugeschnitten.
[Bearbeiten] Strafvollzugsanstalten
Einige Justizvollzugsanstalten bieten Kurse in unterschiedlichen ästhetisch-praktischen Bereichen an. Das Ziel besteht darin, die Gefangenen zur Auseinandersetzung mit sich selbst anzuregen. Die Kunstpädagogen halten dabei nicht einfach nur Kunstunterricht im Strafvollzug, sondern haben vielmehr die Aufgabe, über die Wahl der Rahmenthemen, Einfluss auf den Re-sozialisierungsprozess der Gefangenen zu nehmen. Die Arbeit erfolgt im Team, um eine intensive Betreuung der Inhaftierten zu gewährleisten.[14]
[Bearbeiten] Weblinks
- Liste von Aus- und Weiterbildungsinstituten. Website des Deutschen Fachverbands für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V. Abgerufen am 10. April 2011.
- Berufsinformation Kunsttherapeut/in. Website der Bundesagentur für Arbeit und Soziales. Abgerufen am 10. April 2011.
- Informationen zum Studium Kunstpädagogik. Broschüre der Justus-Liebig-Universität Gießen. Stand Januar 2011.
[Bearbeiten] Literatur
- Georg Peez: Einführung in die Kunstpädagogik. Kohlhammer Verlag: Stuttgart 2008. ISBN 978-3-17-020422-5
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Kunstschule Frankfurt. Website des Berufsverbands bildender Künstler Hessen e.V. Abgerufen am 8. April 2011.
- ↑ JUKUZ. Website des Jugendkulturzentrums der Stadt Aschaffenburg. Abgerufen am 9. April 2011.
- ↑ Ausbildung als Kunsttherapeut. Website der campus Naturalis GmbH. Abgerufen 10. April 2011
- ↑ Kunsttherapieforschung. Website des Institut für Kunsttherapie und Forschung an der Fachhochschule Ottersberg. Abgerufen am 2. April 2011.
- ↑ Helga Kämpf-Jansen, Manfred Blohm, Christine Heil, Maria Peters , Andrea Sabisch, Fritz Seydel: Über Ästhetische Forschung: Lektüre zu Texten. Kopaed: München 2006. ISBN 9783938028650
- ↑ Ernst Wagner, Monika Dreykorn: Museum - Schule - Bildung. Aktuelle Diskurse/Innovative Modelle/Erprobte Methoden. Kopaed 2007 ISBN 978-3-86736-019-7
- ↑ Exkursionen und Studienreisen Website der Volkshochschule Oldenburg, Hatten, Wardenburg. Abgerufen am 8. April 2011.
- ↑ campus naturalis. Website der Campus Naturalis GmbH. Abgerufen am 10. April 2011.
- ↑ Info Aschaffenburg. Website des FÖRDERVEREIN STADTMARKETING ASCHAFFENBURG e.V. Abgerufen am 9. April 2011.
- ↑ Museumsnächte. Website des Kulturprojektes Berlin. Abgerufen am 8. April 2011.
- ↑ Kunst & Krempel - Eine Sendung des Bayerischen Rundfunks. Website des Bayerischen Rundfunks. Abgerufen am 10. April 2011.
- ↑ Joy of Painting: Malen (lernen) kann jeder! Eine Sendung des Bayerischen Rundfunks. Website des Bayerischen Rundfunks. Abgerufen am 10. April 2011
- ↑ Kunst trotz(t) Demenz. Website der Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau. Abgerufen am 10. April 2011
- ↑ Projekt Kunst im Strafvollzug. Website der Justizvollzugsanstalt Butzbach. Abgerufen 1. April 2011.

